{"id":84,"date":"2009-10-28T16:25:10","date_gmt":"2009-10-28T15:25:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmer-herzig.de\/?p=84"},"modified":"2017-10-07T13:21:38","modified_gmt":"2017-10-07T12:21:38","slug":"gegendarstellung-zu-erhardt-neubert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/elmer-herzig.de\/?p=84","title":{"rendered":"Gegendarstellung zu Erhart Neubert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konrad Elmer-Herzig<br \/>\nGegendarstellung zu Erhart Neuberts <\/strong><br \/>\nInterpretation der Vorg\u00e4nge um den Friedenskreis der ESG-Berlin(Ost)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem Buch: \u201e<strong>Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989<\/strong>&#8222;, Berlin 1997, S. 466 schreibt <a title=\"Ehrhart Neubert\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ehrhart_Neubert\">Erhart Neubert<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer neue Studentenpfarrer Konrad Elmer \u2026 kooperierte mit der Kirchenleitung bei der Entfernung des Friedenskreises und des aus ihm hervorgegangenen Umweltkreises aus der ESG. Nach langen Bem\u00fchungen kam der <strong>recht- und heimatlose Friedenskreis<\/strong> 1984, inzwischen erheblich geschw\u00e4cht, in der Friedrichsfelder Kirchengemeinde unter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu ist zu sagen:<br \/>\nBei meinem Dienstantritt 1982 bestand der Friedenskreis nahezu ausschlie\u00dflich aus Nichtstudenten. Die \u00fcber Jahre gewachsene Geschlossenheit des Kreises erschwerte die Versuche von Studierenden, hier mitzuarbeiten. Dies scheiterte in der Regel nach wenigen Besuchen. Nach au\u00dfen dominierte der Kreis das Erscheinungsbild der Berliner Studentengemeinde, sodass der Eindruck entstand, der Friedenskreis sei im Wesentlichen die Berliner ESG. Sein Anspruch auf Selbst\u00e4ndigkeit in der Arbeit f\u00fchrte dazu, dass er sich nur unzureichend mit dem Leitungskreis und den Vertrauensstudenten abstimmte und faktisch auf Autonomie bestand. So kam es zu zahlreichen Differenzen z.B. hinsichtlich der Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen.<br \/>\nBerliner Studenten, die st\u00e4rker politisch eingebunden leben mussten, trauten sich wegen des die Au\u00dfensicht pr\u00e4genden Friedenskreises nicht mehr, in ihre Studentengemeinde zu kommen. Dieses war der ausschlaggebende Grund, warum im Fr\u00fchjahr 1983 der Leitungskreis eine Trennung des nichtstudentischen Friedenskreises von der ESG anregte. Das Anliegen wurde der Kirchenleitung vorgetragen und mit Vertretern des Friedenskreises in mehreren Gespr\u00e4chen er\u00f6rtert. Der Friedenskreis lehnte die zun\u00e4chst vorgesehene Anbindung an die Absolventenarbeit von Pfarrer Berger ab.<br \/>\nAm 12. 9.1983 stellte das Konsistorium fest: \u201eAuf Grund seiner Zusammensetzung kann der\u00a0 Friedenskreis nicht mehr Gemeindekreis der ESG sein\u201c. Zugleich wurden vom Konsistorium Bem\u00fchungen zugesagt, f\u00fcr den Kreis eine neue Anbindung zu finden. Es war daf\u00fcr eine Frist bis zum 31.10.\u201983 gesetzt. Verhandelt wurde vom Friedenskreis und Vertretern der Kirchenleitung zun\u00e4chst l\u00e4ngere Zeit mit der Eliasgemeinde. Der Friedenskreis war jedoch auch nach dem 31.10.\u201983<strong> nicht heimatlos<\/strong>. Auf ausdr\u00fcckliche Bitte der Kirchenleitung standen die R\u00e4ume der ESG dem Kreis bis zum 29. 2.1984 zur Verf\u00fcgung. Zu diesem Zeitpunkt war die Anbindung an die Kirchengemeinde Friedrichsfelde vollzogen.<br \/>\nDer Friedenskreis war <strong>zu keinem Zeitpunkt rechtlos<\/strong>. Im Beschluss des Konsistoriums vom 12.9.83 war ausdr\u00fccklich festgestellt worden: \u201eDer Friedenskreis ist ein kirchlicher Kreis und hat als solcher seinen Platz in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.\u201c In diesem Sinn ist seine Arbeit stets von Kirchenleitung und Konsistorium gegen\u00fcber den staatlichen Stellen vertreten worden, wie die damaligen Gespr\u00e4chsprotokolle ausweisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konrad Elmer-Herzig Gegendarstellung zu Erhart Neuberts Interpretation der Vorg\u00e4nge um den Friedenskreis der ESG-Berlin(Ost) In seinem Buch: \u201eGeschichte der Opposition in der DDR 1949-1989&#8222;, Berlin 1997, S. 466 schreibt Erhart Neubert: \u201eDer neue Studentenpfarrer Konrad Elmer \u2026 kooperierte mit der Kirchenleitung bei der Entfernung des Friedenskreises und des aus ihm hervorgegangenen Umweltkreises aus der ESG. 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